Frag nach dem Warum!

Du kennst bestimmt die Phase, in der Kinder ständig nach dem Warum fragen. Diese Endlosschleife an Warum-Fragen treibt einen fast in den Wahnsinn.

„Warum tankst du das Auto?“
„Weil es leer ist.“
„Warum ist es leer?“
„Weil wir weit gefahren sind.“
„Warum sind wir weit gefahren?“
…Ahrrr!!!

So sehr mich Kinder mit diesen Fragen schon aufgeregt haben, sie zeigen wie wichtig es ist, den Dingen auf den Grund zu gehen. Vielleicht solltest du dich auch mal fragen, warum du jeden Morgen in die Arbeit gehst.

Um Geld zu verdienen? Warum musst du Geld verdienen? Weil du es brauchst um deine Rechnungen zu bezahlen? Warum hast du so viele Rechnungen?

Durch diesen Beitrag sollst du erkennen, wie wichtig es ist dein Warum zu kennen. Je länger wir fragen und nachhaken, desto klarer wird dein Warum. Wir stoßen so auch auf wichtige Dinge, die wir sonst vielleicht nicht auf dem Radar haben.

Lesezeit: ca. 6 Minuten

Warum das Warum so wichtig ist

Das Warum bringt dich weiter. Nicht umsonst fragen Wissenschaftler gebetsmühlenartig danach. Nur so schaffen sie neue Erkenntnisse. Sehen wir uns nochmal das Eingangsbeispiel mit dem Kind an:

Wenn es weiter danach fragt, warum der Tank leer ist, dann könnte es lernen wie ein Verbrennungsmotor funktioniert und was Mobilität bedeutet. Der Punkt ist, dass das Weiterbohren Erkenntnisse liefert, die unsere Wahrnehmung verändern und unseren Horizont erweitert.

Wenn du erkennst, dass du pro Woche 60 Stunden für ein teures Auto und ein riesiges Haus arbeitest, und dich dein Reichtum nicht glücklich macht, dann fehlt dir dein Warum.

Jemand der das Warum sehr gut erklärt ist Simon Sinek. Ich war begeistert, als ich seinen TED-Talk zum ersten Mal sah. Schau dir unbedingt sein Video dazu an. Er erklärt, wie wichtig es ist, das Warum zu identifizieren.

Wenn man einmal den Grund dafür kennt, warum man etwas macht, dann kann man bewusst handeln. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es für fast jeden möglich ist sich zu verändern.

Das Internet ist ein Segen! Du musst kein Havard Business School Absolvent sein, um erfolgreich zu sein. Die Spielregeln haben sich verändert und ich bin davon überzeugt, dass das viele Menschen ins Schwitzen bringt.

Nicht nur jene, die mit „Das war schon immer so“ neue Ansätze abwimmeln wollen, um den Status Quo beizubehalten, sondern auch jene, die sich darauf ausreden nichts verändern zu können.

Wenn du weißt warum du etwas tust

Wenn du in diesem Beitrag nichts mitnimmst, dann merk dir bitte das Folgende:

Wenn du dein Warum nicht kennst, dann bist du ausgeliefert!

Was soll das bedeuten? Fakt ist, sobald du nicht weißt warum du etwas machst, dann haben die anderen die Zügel in der Hand. Meine Schulzeit war nicht gerade einfach. Jedes mal wenn ich mich vor ein Heft gesetzt habe, war es wie wenn sich zwei Pole voneinander abstoßen.

Ich war nicht interessiert und noch weniger motiviert. Ich wusste nicht, wozu mir das nützen soll – ich kannte mein Warum nicht. Die Floskel “wenn du einen Abschluss hast, dann kannst du studieren“ half mir auch nicht weiter.

So quälte ich mich auch durchs Studium und Praktika, weil es im Pflichtenheft stand. Das wurde nicht von mir geschrieben, sondern von meinen Eltern, Freunden und der Gesellschaft. Irgendwann begann ich dann vermehrt nach dem Warum zu fragen.

Wenn du weißt, wieso du etwas was tust und dich der Output glücklich macht, dann gehts ab. Du lernst mit Freude, du bist motiviert und du beginnst dein Leben aktiv zu gestalten. Dein Leben schaltet von Autopilot auf Flow.

Hierzu kann ich dir das Buch Die Kunst ein kreatives Leben zu führen von Frank Bernbach empfehlen. Das Buch macht Mut sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und es aktiv zu gestalten.

Wann du nach dem Warum fragen solltest

Was bringen dir nun diese Erkenntnisse? Mir geht es vor allem darum, dass du deine Entscheidungen bewusster triffst. Das gelingt dir einfach besser, wenn du nach dem Warum fragst. Gehe dabei vor wie ein kleines Kind. Frag immer weiter, bis du das Gefühl hast alle Unklarheiten beseitigt zu haben.

Es geht nicht darum alle Warum-Fragen zu finden, sondern dich zum Denken anzuregen. Je mehr wichtige Fragen du zu beantworten versuchst, desto sicherer wirst du in deinen Entscheidungen werden. Diese Sicherheit gibt dir nicht nur Energie weiterzumachen, sie hilft dir auch gegen den Widerstand anzukämpfen.

Das können auch Leute sein die dir einreden wollen, dass du lieber die Finger von deinen Plänen lassen solltest. Wir stürzen uns oft in Dinge, die wir eigentlich nicht möchten, nur weil uns andere es sagen. Deshalb ist es vor allem bei grundlegenden Fragen wichtig nach dem Warum zu fragen.

Bei den folgenden Beispielen lohnt es sich besonders die eigenen Beweggründe zu hinterfragen:

• Ausbildung/Berufswahl

Egal ob du dich für ein Studium einschreibst oder für einen Job bewirbst, frag dich warum du arbeiten/studieren willst. Ein Studium das dich nicht interessiert, kann zur Tortur werden.

Ausbildung war für mich lange Zeit die Garantie einen Beruf zu bekommen, der ordentlich Scheine abwirft — ein schönes Märchen. Frag dich lieber was du dir von deinem Studium erwartest. Wenn am Ende dabei rauskommt, dass es nur darum geht, dass du einmal viel Geld verdienst, dann ist das auch gut.

Ob jemanden dieses Motiv langfristig glücklich macht, sei mal dahingestellt. Für mich ist das jedenfalls keine Motivation.

Dasselbe gilt auch für die Berufswahl. Warum möchtest du Anwalt werden? Warum gefällt es dir, dich durch unendlich lange Gesetzestexte zu wälzen bis dein Kopf explodiert? Vielleicht kommst du ja am Ende zum Schluss, dass es dir vielmehr darum geht, anderen zu ihrem Recht zu verhelfen. Ist das nicht motivierender?

• Lernen

Schon in der Grundschule gehts los: Wenn man etwas nicht versteht, dann lernt man es eben auswendig. Einfach ewig stumpf wiederholen, bei der Prüfung auskotzen und wieder vergessen. Erkenne lieber warum du für etwas büffelst und wozu es dir nützt.

Wenn dir die Gründe nicht klar sind, dann hinterfrage sie. Ich weiß, in der Schule lernt man viel Zeug, das einem unnütz erscheint. Nicht immer steht hinter einem Warum eine befriedigende Antwort die dich motiviert.

Trotzdem ist es immer einen Versuch wert, die Zusammenhänge zu verstehen. Das bringt dich weiter, das führt zu neuen Fragen, das lässt dich wachsen.

• Lebensplanung

Du fragst dich sicher was Partnerschaft und Freunde mit deinem Warum zu tun haben – einfach alles. Die Leute die dich umgeben, machen dich aus. Sie teilen ähnliche Ansichten und Werte wie du.Wenn du mehr über dich lernen willst, dann solltest du dich fragen, warum du Zeit mit diesen Menschen verbringst.

Oft ist es auch die Erkenntnis, dass eine Person nicht mehr in dein Leben passt oder sich negativ auf dich auswirkt. Entweder arbeitet ihr daran oder geht besser getrennte Wege.

Diese Liste könnte ich endlos fortführen, aber sie dient nur dazu, dir vor Augen zu führen, wie wichtig dein Warum ist. Frage immer danach, wenn du dir nicht sicher bist, ob du das richtige tust.

Warum das schon alles ist

Es lohnt sich immer nach dem Warum zu fragen. Aber man kann es auch übertreiben. Verfalle nicht in eine Endlosspirale, in der du versuchst deine Existenz zu begründen und fahr bei einer grünen Ampel einfach los.

Wichtig ist, dass du deinen Leben nicht von anderen planen lässt. Nimm dir die Zeit um über die wichtigen Fragen nachzudenken. Wir laufen die viel zu oft auf Autopilot. Schalt ihn manchmal ab und übernimm selbst das Steuer.

Leg los und mach das Beste aus deiner Zeit

Wenn du dein Leben wirklich verändern und Rhytmus in deinen Alltag bringen willst, musst du dran bleiben. Ich schicke dir dazu ab sofort regelmäßig Tipps und Storys, die dich motivieren. Trag dich ein und lerne:

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2019-05-17T10:23:23+01:00Lifestyle|0 Kommentare

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